WiTA - Der Wissens-Transfer-Assistent

WiTA, der Wissens-Transfer-Assistent, war eine Spezial-Suchmaschine für den Gartenbau, die leider am 1. Dezember 2015 auf Grund finanzieller Engpässe eingestellt wurde. Im Prinzip funktionierte WiTA wie Google oder andere Suchmaschinen. Der Unterschied: WiTA achtete Ihre Privatsphäre, verwendet Filterfunktionen, um die Trefferlisten übersichtlicher zu gestalten und war eine unabhängige Suchmaschine. Kochrezepte, Haus- und Kleingarten-Foren oder gärtnerisches Halbwissen konnten Sie mit WiTA nicht finden, denn es wurden nur fachliche und qualitativ hochwertige Datenbanken in die Suche integriert. 

WiTA wurde im BMBF geförderten AgroClustEr WeGa "Webbasierter Wissenstransfer" vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz und als Unterauftragnehmer von Stefan Klein (Büro für Software-Design und Entwicklung) und dem Büro Isabelle Lampe (mir) entwickelt. Der Wirtschaftspartner im Projekt war der Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) in Vertretung durch das Gartenbau-Informationssystem hortigate (www.hortigate.de).

Die Versuchsfrage und die Ergebnisse:

„Kann eine Meta-Suchmaschine einen zielgerichteten Wissenstransfer im Internet gestalten?“

Die von uns entwickelte gartenbauliche Suchmaschine WiTA hatte in erster Linie die Aufgabe, fachliche Informationen zu transportieren, d.h. den Nutzer über die Information der einzelnen Datenbanken zu informieren und ihn über Verlinkungen auf die entsprechenden Seiten weiterzuleiten. Für einen zielgerichteten Wissenstransfer bediente  WiTA somit gartenbauliche Suchanlässe mit ausschließlich agrarwirtschaftlichen Antworten. 

Um den Wissenstransfer möglichst simpel und schnell zu gestalten, waren die Suchfunktionen von WiTA einfach, flexibel und übersichtlich aufgebaut. Der Nutzer konnte sowohl über eine einfache Suche mit Übergabe einzelner Schlagwörter suchen oder seine Suche in der erweiterten Suche verfeinern und dort ggf. einzelne Datenbanken in Vorauswahl festlegen. Der Unterschied zu anderen webbasierten Suchmaschinen war die Kombination aus Indexierung und Meta-Suche, d.h. WiTA hat sowohl Webseiten gecrawlt und indexiert als auch Suchanfragen an andere externe Suchmaschinen weitergegeben und deren Antworten auf der eigenen Oberfläche abgebildet. Weiterhin konnten die Nutzer auf eine Filtertechnik der Quellen zurück greifen, über die die Trefferlisten übersichtlicher gestaltet werden konnten. 

An den statistisch festgehaltenen, regelmäßig wiederkehrenden Nutzern konnten wir ablesen, dass eine Spezial-Suchmaschine sehr wohl einen Stellenwert hat. Aber wie so oft im Leben spielte am Ende der Projektlaufzeit das Geld die entscheidende Rolle.

Um sich qualitativ von einer kommerziellen Suchmaschine wie Google & Co abheben zu können, musste neben der inhaltlichen Betreuung auch ein hoher technischer Aufwand finanziert werden.